DPolG‑Bundesvorsitzender Rainer Wendt bewertet die neuen Maßnahmen grundsätzlich positiv:
„Der jetzt vorgelegte Aktionsplan ist ein Schritt in die richtige Richtung, weil er endlich anerkennt, dass Organisierte Kriminalität nicht nur ein polizeiliches, sondern ein gesamtstaatliches Problem ist. Entscheidend wird nun sein, dass den Ankündigungen auch ausreichend Personal, moderne Technik und klare Zuständigkeiten folgen.“
Unter dem Leitmotiv „Follow the Money“ sollen Vermögenswerte aus kriminellen Aktivitäten künftig schneller und einfacher eingezogen werden können. Geplant sind neue gesetzliche Grundlagen, mit denen Justiz und Polizei die Herkunft verdächtiger Vermögenswerte besser nachvollziehen können.
Der Aktionsplan setzt auf:
- technische und personelle Stärkung der Behörden,
- KI‑gestützte Datenanalyse und biometrische Verfahren,
- erleichterten Datenaustausch,
- gemeinsame Analysezentren und länderübergreifende Ermittlungsgruppen.
So sollen Ermittlungen beschleunigt und internationale Strukturen besser durchleuchtet werden. Der Aktionsplan kann aus Sicht der DPolG ein wichtiger Modernisierungsschub im Kampf gegen Organisierte Kriminalität sein. Entscheidend ist jedoch, dass Bund und Länder eng zusammenarbeiten und die angekündigten Maßnahmen nachhaltig umgesetzt werden.
