Die lineare Entgelterhöhung umfasst mehrere Schritte:
- Zum 1. April 2026 steigen die Entgelte um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro monatlich.
- Weitere Erhöhungen folgen zum 1. März 2027 um 2 Prozent und zum 1. Januar 2028 um 1 Prozent.
- Insgesamt ergibt sich damit ein Plus von 5,8 Prozent über eine Laufzeit von 27 Monaten.
Deutliche Verbesserungen gibt es auch für den Schicht- und Wechselschichtdienst. Ab dem 1. Juli 2026 wird die Zulage für ständige Wechselschichtarbeit auf 200 Euro angehoben, die ständige Schichtzulage steigt auf 100 Euro. Weitere Zuschläge für nicht ständige Dienste werden ebenfalls erhöht.
Für Nachwuchskräfte erhöhen sich die Ausbildungs- und Studienentgelte in drei Stufen: plus 60 Euro ab April 2026, weitere 60 Euro ab März 2027 und nochmals 30 Euro ab Januar 2028. Ein ergänzendes Ausbildungspaket stärkt zudem die Bedingungen für junge Menschen im öffentlichen Dienst.
Außerdem wurde der Kündigungsschutz Ost an das Westniveau angeglichen. Hinzu kommen neue Regelungen zu Überstunden im Schichtdienst: Künftig gelten sowohl geplante als auch ungeplante zusätzliche Stunden als Überstunden, wenn sie nicht innerhalb von drei Monaten ausgeglichen werden.
Heiko Teggatz, stellv. DPolG-Bundesvorsitzender: „Durch die Mindesterhöhung um 100 Euro zum 1. April 2026 liegen wir in den unteren Entgeltgruppen deutlich über 5,8 Prozent. Das ist für die Betroffenen von großer Bedeutung.“
Edmund Schuler, DPolG-Bundestarifbeauftragter: „Wenn man bedenkt, dass die Arbeitgeber ursprünglich nur 2 Prozent geben wollten, ist das ein annehmbares Ergebnis. Der Abschluss entspricht ca. der TVÖD-Erhöhung im Bund. Ohne Aktionen/Streiks wäre das nicht möglich gewesen!"
